Internationale Wochen gegen Rassismus 2026
16. März bis 29. März 2026
Wir setzen uns gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit* ein. Wir wollen 100% Menschenwürde und 0% Hass. Wir engagieren uns für Vielfalt, Gerechtigkeit und ein solidarisches Miteinander.
Di, 17.3. 19:15 Uhr | ZUSAMMEN HABEN WIR EINE CHANCE
So, 22.3. 12:30 Uhr | MEINE WUNDERKAMMERN (Kino für Kinder)
So, 22.3. 14:45 Uhr | SISTERQUEENS (Kino für Kinder)
Di, 24.3. 19:15 Uhr | NICO
Seit Januar 2016 werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert.

Das Leitbild der Stiftung:
Ziel der Stiftung gegen Rassismus ist die Überwindung rassistischer Diskriminierung.
Wir setzen uns gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit* ein.
Wir wollen 100% Menschenwürde und 0% Hass. Wir engagieren uns für Vielfalt, Gerechtigkeit und ein solidarisches Miteinander.
Unsere Arbeit sehen wir als Beitrag für eine Gesellschaft, in der alle Menschen in ihrer Würde und Selbstbestimmung leben können und respektiert werden – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache, Gender, Identität, geistigen und körperlichen Fähigkeiten sowie sozialem Status oder Aufenthaltsrecht.
Wir wollen gesellschaftliche Lernprozesse anregen und umsetzen, mit denen dazu beigetragen wird, Rassismus und Gewalt zu überwinden. Als essentiell für den Abbau von ablehnenden Einstellungen und rassistischem Denken sehen wir die Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft und die Förderung von Kontakten zwischen Menschen mit und ohne Rassismus-Erfahrungen.
Wichtig ist dabei für uns, mit einer Rassismuskritik zu arbeiten, die konsequent, intersektional und selbstreflexiv ist.
Dienstag 17.3. | 19:15 Uhr
ZUSAMMEN HABEN WIR EINE CHANCE
17 Jahre alt sind Zahia und ihre Zwillingsschwester, die versierte Cellistin Fettouma, als sie die Abschlussklasse des renommierten Lycée Racine besuchen. Musik ist ihr Leben und ihre größte Leidenschaft. Bereits seit frühester Kindheit träumt Zahia davon, einmal Dirigentin zu werden. Doch am stickig-elitären Pariser Konservatorium herrscht hoher Konkurrenzdruck. Dass eine junge Frau ein Sinfonieorchester leiten soll? Noch dazu mit algerischen Wurzeln? Undenkbar!
Als Stardirigent Sergiu Celibidache Zahias großes Talent erkennt und sie trotz seiner großen Vorurteile in seine Meisterklasse aufnimmt, beginnt sich das Blatt zu wenden. Doch noch immer fühlt sich die elitäre Welt der klassischen Musik falsch an für die beiden Schwestern und sie beginnen ein unglaubliches Vorhaben: sie gründen ein eigenes Orchester.
»brillant, mitreißend und inspirierend.« (Radio France)
»Dieses Porträt einer leidenschaftlichen jungen Musikerin ist von dynamischer Energie erfüllt.« (kinozeit.de)
Frankreich 2022 • R: Marie-Castille Mention-Schaar • Db: Marie-Castille Mention-Schaar, Clara Bourreau • K: Naomi Amarger • Mit: Oulaya Amamra, Lina El Arabi, Zinedine Soualem, Nadia Kaci, Niels Arestrup u.a. • ab 6 Jahren • 114'
Sonntag 22.3. | 12:30 Uhr
MEINE WUNDERKAMMERN
Während Deutschland dazu beiträgt, eine europäische Festung zu errichten, gerät die politische Landschaft ins Wanken. Von emotionalisierten Medienberichten bis zu hilflos nach rechts rudernden Politiker*innen zeichnet sich eine gesellschaftliche Erzählung ab, die sich gegen Migrant*innen und Schutzsuchende richtet. Ist Migration überhaupt das große Problem, zu dem es gemacht wird? Oder offenbart die Abschottungspolitik tiefere gesellschaftliche Ängste?
In eindringlichen Geschichten zeigt der Film eine zunehmend beängstigende Realität aus Sicht von Geflüchteten und analysiert die Dynamiken hinter dem historischen Rechtsruck. Im Dialog mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Publizist*innen fordert der Film dazu auf, den brutalen Status quo und die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte in Frage zu stellen. Denn damit es auch in Zukunft bei einem glaubhaften "Nie wieder" bleibt, brauchen wir Alternativen – Alternativen, die der unvermeidbaren Realität von Migration in einer krisenhaften Welt und einem Einwanderungsland im Umbruch gerecht werden.
»Die Zukunft ist offen. Sie kann furchtbar werden, daran arbeiten sehr viele Leute. Aber sie kann so viel besser werden als die Gegenwart. Und auch daran arbeiten viele Leute. Und das stimmt mich optimistisch.« (Natascha Strobl)
Deutschland 2024 • R: Max Ahrens & Maik Lüdemann • K: Nils Kohstall & Maik Lüdemann u.a. • Mit: Aladin El-Mafaalani, Marcel Fratzscher, Maurice Höfgen, Simin Jawabreh, Jochen Oltmer, Monika Schnitzer, Natascha Strobl, Linus Westheuser, Helena Steinhaus u.a. • ab 12 Jahren • 106'
Sonntag 22.3. | 14:45 Uhr
SISTERQUEENS
Anfang der 1960er-Jahre wurden die sogenannten Gastarbeiter*innen aus Anatolien und anderen Gegenden der Türkei von der Bundesrepublik Deutschland angeworben. Von Anfang an gab es etwas, dass sie immer begleitet hat und Bestandteil ihrer Kultur war: ihre Musik – ein Stück Heimat in der Fremde. Über die Jahre entwickelten sich in Deutschland eigenständige musikalische Richtungen, die es in dieser Form im Mutterland nicht gab.
Diese beispiellose Geschichte einer selbständigen Musikkultur der Einwanderer*innen aus der Türkei, ihrer Kinder und Enkelkinder in Deutschland, erzählt der spannende Dokumentarfilm von Cem Kaya unterhaltsam und sehr vielschichtig mit noch nie gesehenem Archivmaterial. Fern der Heimat, fremd im neuen Land, entstanden zu Beginn der Einwanderung melancholische Musikstile wie die Gurbetçi-Lieder (Lieder aus der Fremde).
Präsentiert von Künstler:innen wie Yüksel Özkasap, der Nachtigall von Köln, oder Aşık Metin Türköz („Mayestero“). Ihnen folgten jüngere Musiker:innen wie das Duo Derdiyoklar („Liebe Gabi“), Ozan Ata Canani („Deutsche Freunde“) oder Cem Karaca und die Kanaken („Mein Freund, der Deutsche“), die in ihren gesellschaftskritischen Liedern zum ersten Mal auch auf deutsch sangen und damit sowohl die migrantische als auch die deutsche Popkultur prägten.
Deutschland 2022 • R: Cem Kaya • Db: Cem Kaya, Mehmet Akif Büyükatalay • K: Cem Kaya • Mit: Yüksel Özkasap, Aşık Metin Türköz, Derdiyoklar u.a. • ab 12 Jahren • 102'



