Der Film begleitet über mehrere Jahre Angehörige und Überlebende des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau. Der Film verzichtet bewusst auf eine Täterzentrierung und richtet den Fokus auf die Stimmen der Betroffenen. Dadurch entsteht ein Raum, in dem Erinnerung, Empathie und demokratische Verantwortung miteinander verbunden werden.
Der seit dem Vorfall häufig verwendete Satz „Hanau ist überall“ beschreibt die Erkenntnis, dass rassistische Gewalt nicht isoliert entsteht, sondern aus gesellschaftlichen Dynamiken hervorgeht. Wir verstehen diesen Satz als Einladung zur gemeinsamen Reflexion: Was bedeutet Hanau für uns hier vor Ort? Wie können wir als Stadtgesellschaft dazu beitragen, dass Ausgrenzung, Entmenschlichung und Hass keinen Raum bekommen?
Das anschließende Gespräch wird moderiert und bietet Raum für gemeinsamen Austausch, für Trauer und für die Entwicklung von Ideen zur kollektiven Verantwortungsübernahme auf kommunaler Ebene.
Gleichzeitig gilt: Das Kino wird vom Hausrecht Gebrauch machen, sollte es zu bewusst rassistischen oder anderweitig menschenfeindlichen Verhaltensweisen kommen. Ziel ist es, einen geschützten Rahmen zu gewährleisten, in dem insbesondere von Rassismus betroffene Menschen nicht erneut verletzt werden.